Zurück in die Stille

Natur pur im Zentrum des Biosphärenreservates

www.pfaelzerwald.de

 

Dass sich hier im tiefen Forst des Dahner Felsenlandes Fuchs und Hase „Gute Nacht” sagen, ist ein Gerücht.

 

Tatsache ist dagegen, dass hier die seltene Wildkatze ein Refugium gefunden hat. Ein Exemplar dieser scheuen Spezies zu erblicken, gehört allerdings zu den Begegnungen der seltenen Art. Noch seltener ist der Luchs anzutreffen. Dank systematischer Beobachtung weiß man jedoch heute, dass ein kleiner Bestand der größten heimischen Raubkatze wieder seine Fährten durch die großen, noch naturnahen Wälder zieht. Reh, Hirsch und Wildschwein dagegen zählen zu den häufig anzutreffenden Bewohnern des Felsenland-Forstes. Kaum eine Wanderung vergeht, ohne dass Eichhörnchen über den Weg huschen. Fledermäuse haben hier ihr Revier, Steinmarder und viele Arten von Vögeln, Reptilien und Insekten. Das Dahner Felsenland hat viele solcher Rückzugsgebiete für Tiere, die Stille und Abgeschiedenheit suchen.

Die Menschen, die hier leben oder als Gäste hier ein paar schöne Tage und Wochen verbringen, haben Respekt vor der Natur, die das alles erst möglich macht. Und dieser Respekt hat Tradition. Ganz am Anfang der Entwicklung stand die Gründung des Naturparks 
Pfälzerwald im Jahr 1959. Er war seinerzeit einer der ersten Naturparks in Deutschland und gehört heute mit einer Größe von fast 180.000 Hektar mit zu den größten Naturparken im Bundesgebiet. Wichtigstes Ziel des Naturparks war es, für die Bevölkerung der umliegenden Ballungsräume eine großräumige, weitgehend unberührte und naturnahe Landschaft als Ort der Erholung und Begegnung mit der Natur zu erhalten und zu erschließen. Offiziell unter Schutz gestellt wurde er im Jahr 1967 als Landschaftsschutzgebiet „Naturpark Pfälzerwald”. Im Jahr 1992 wurde das Gebiet wegen seines besonderen Vorbild- und Modellcharakters als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt und in das weltweite Netz der Biosphärenreservate aufgenommen.

Damit ist der Pfälzerwald ein wichtiger Mosaikstein für die globale Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen der Erde. Seit dem Jahr 1998 ist das Gebiet der deutsche Teil des grenzüberschreitenden deutsch-französischen Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen, in dessen Herzen das Dahner Felsenland liegt. Eine Vielzahl wildlebender Tiere und wild wachsender Pflanzen finden hier angemessene, ihrer Art entsprechende Lebensräume. Fuchs und Hase gehören auch dazu – ganz egal, ob sie sich nun hier im tiefen Forst „Gute Nacht” sagen oder nicht…