Verbandsgemeinde Dahner Felsenland
Das DAhner Felsenland

Erlenbach bei Dahn

Erlenbach: (ca. 390 Einwohner)
Fremdenverkehrsgemeinde 

Ortsplan Erlenbach Zu Füßen des sagenhaften Berwartstein, einer Felsenburg, die, eine absolute Rarität, noch heute von den Besitzern bewohnt und bewirtschaften wird, liegt das kleine gemütliche Dorf Erlenbach mit seinen Ortsteilen Lauterschwan und Seehof. Die anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde inmitten des Wasgau ist umgeben von Wiesen, Wald, Felsen und kleinen Seen. Der größte dieser Seen, der Seehof, ist ein Badesee und beliebtes Ausflugsziel. Mit jährlich zwischen 1300 und 1500 Übernachtungen kommt dem Tourismus in Erlenbach eine große Bedeutung zu.

Ein Blick in die Geschichte des Dorfes geht weit zurück bis ins Jahr 760, als der Ort „Erlinbach“ erstmals erwähnt wurde. Er gehörte ursprünglich zur Burg Drachenfels und kam später zur Burg Berwartstein. Von 1350 bis 1450 gehörte der Ort zur Reichsabtei Weißenburg, von 1500 bis 1650 zur Kurpfalz. Eng verbunden mit dem Ort ist die Geschichte der Burg, eine der schönsten mittelalterlichen Felsenburgen in der Pfalz, ein interessanter Wehrbau und die einzige bewohnte Burg der Pfalz. Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, schenkte sie im Jahr 1152 dem Hochstift Speyer. Hans von Trott (aus der Familie derer von Trotta aus Thüringen) baute 1488 die Burg weiter aus, die dann 1591 abbrannte.

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde sie um 1900 wieder aufgebaut. Im bewirtschafteten historischen Rittersaal schildern Wandgemälde Begebenheiten aus ihrer reichen, bewegten Geschichte, so den Kampf ihres wohl bekanntesten, aber auch berüchtigten Burgherrn Hans von Trott – oder Hans Trapp – gegen das Kloster und die Stadt Weißenburg im Elsass. Auf die Geschichte der Gemeinde Erlenbach weist auch das unter Denkmalschutz stehende Hedwighaus. Dort spielt sich die Lebensgeschichte von Hedwig ab, der Titelfigur des im Jahr 1868 erschienenen Romans „Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau“ von August Becker. Der Volksschriftsteller und Gründer der pfälzischen Volkskunde lebte viele Jahre in Thüringen, bevor er in seine pfälzische Heimat zurückkam.

Im etwa drei Kilometer von Erlenbach entfernten Ortsteil Lauterschwan, der um 1313 entstanden sein soll, gab es früher Bleigruben und reichhaltige Eisenerzgruben mit Bruch- und Schwemmwerken, Wasch- und Schmelzherden. Heute lädt dort die direkt an der Südroute des Pfälzer Jakobswegs gelegene gemeindeeigene Kapelle, die 1966 erbaut wurde und deren marodes Dach dank zahlreicher Spender und Sponsoren im Jahr 2014 erneuert werden konnte, zur Rast und inneren Einkehr ein.

Ortsplan Erlenbach LauterschwanBei Wanderern aus nah und fern beliebt ist die Hans-Trapp-Tour, ein rund 15 Kilometer langer Rundkurs, der die Erlenbacher Ortsteile miteinander verbindet und vorbeiführt an Sehenswürdigkeiten wie Schnittfelsen, Pilgerkapelle in Lauterschwan, Seehof, Ruine Kleinfrankreich und Burg Berwartstein.

Die dörfliche Gemeinschaft fördern die örtlichen Vereine wie der Sportverein FC Erlenbach, die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Förderverein, der Touristik-Verein, die ökumenische Gruppe „Miteinander Füreinander“ oder der überregional bekannte Singkreis am Berwartstein. In den Vereinen arbeiten Alte und Junge gemeinsam Hand in Hand, sie tragen mit ihren Angeboten und Veranstaltungen zum guten dörflichen Miteinander bei. Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft ist das 2012 eingeweihte Dorfgemeinschaftshaus, ein im Originalzustand erhaltenes und unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkanwesen mit Scheunenanbau, dessen Name „Schuhfritzenhaus“ an seinen letzten Besitzer erinnert. Dank großzügiger finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und der in der Region segensreich wirkenden Daniel-Theysohn-Stiftung konnte das Haus zu einem vielfältig nutzbaren Gebäude für die Dorfgemeinschaft umgebaut werden. Zur Bauvollendung haben auch zahlreiche weitere Sponsoren aus der Region einen Beitrag geleistet. In diesem Haus stehen den örtlichen Vereinen und Gruppen Räumlichkeiten für Begegnungen und Veranstaltungen aller Art in zentraler Lage zur Verfügung. Der große zentrale Festsaal, zu dem die ehemalige aus Sandstein gemauerte Scheune umgebaut wurde, bietet Möglichkeiten zur Ausübung von Hallensportarten ebenso wie für Feste und kulturelle Veranstaltungen. Die integrierte Küche lässt auch eine Nutzung für private Feierlichkeiten zu. Und in einem von außen zugänglichen Raum des Hauses bietet eine Bäckereifiliale jeden Vormittag frische Backwaren an.  

Schon unmittelbar nach dem Mauerfall übernahm Erlenbach eine Partnerschaft mit der Gemeinde Frössen im Freistaat Thüringen. Seitdem verbindet die Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden eine jahrzehntelange Freundschaft.

 Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Ortsgemeinde: www.erlenbach-am-berwartstein.de